Ein sauberer Motorraum macht Undichtigkeiten und Verschleiß sichtbar – genau deshalb schaut ein Gutachter dorthin. Es ist zugleich der Bereich, in dem unsachgemäße Reinigung aus einer Optikarbeit einen Werkstattfall macht.
Was schiefgeht
Ein Hochdruckreiniger drückt Wasser an Dichtungen vorbei, die dafür gemacht sind, es abzuleiten, nicht ihm standzuhalten. Steckverbinder, Lichtmaschine, Ansaugteile und freiliegende Sensoren sind alle gefährdet, und der entstehende Fehler zeigt sich oft erst Tage später – weshalb ihn kaum jemand mit der Wäsche in Verbindung bringt.
Die sichere Methode
Empfindliche Bauteile abdecken, bevor überhaupt Flüssigkeit ins Spiel kommt. Nur am kalten, nie am heißen Motor arbeiten. Einen dafür vorgesehenen Entfetter von Hand auftragen, mit Bürsten einarbeiten und mit kontrollierter Wassermenge statt unter Druck abspülen. Wo erreichbar, mit Druckluft trocknen.
Der Abschluss
Flächen matt und werksgerecht pflegen. Glänzende Silikonpflege sieht eine Woche lang beeindruckend aus, zieht danach Staub an und wandert auf Riemen und Riemenscheiben. Ein sauberer Motorraum soll gepflegt wirken, nicht frisch eingesprüht.